The Witcher 3: Dritter Story-DLC immer wahrscheinlicher – CD Projekt befeuert Gerüchte mit mysteriösem Eintrag im Geschäftsbericht

Seit Monaten halten sich Gerüchte um eine dritte Erweiterung zu The Witcher 3: Wild Hunt. Nun hat CD Projekt selbst für neuen Gesprächsstoff gesorgt: Im aktuellen Geschäftsbericht taucht ein „noch nicht angekündigtes Gaming-Projekt” auf. Wir fassen alle Hinweise zusammen, beleuchten das mögliche Setting und ordnen ein, was das für The Witcher 4 bedeutet.

 

Geralt von Riva ist eigentlich in Rente. Zwei umfangreiche Erweiterungen – Hearts of Stone und Blood and Wine – haben die Geschichte des Hexers aus The Witcher 3: Wild Hunt würdevoll abgeschlossen. Doch die Gerüchteküche brodelt seit Monaten: Ein dritter Story-DLC soll in Entwicklung sein, der eine narrative Brücke zwischen The Witcher 3 und dem kommenden The Witcher 4 schlagen soll. Und nun hat CD Projekt selbst Öl ins Feuer gegossen – mit einem unscheinbaren, aber bedeutsamen Eintrag in den aktuellen Geschäftszahlen des polnischen Studios.

Was CD Projekt im Geschäftsbericht verrät

In dieser Woche veröffentlichte CD Projekt seine aktuellen Finanzzahlen für das vergangene Quartal. Neben beeindruckenden Verkaufszahlen – die verschiedenen Witcher-Spiele haben sich mittlerweile mehr als 85 Millionen Mal verkauft – enthält der Bericht einen besonders interessanten Hinweis auf die Zukunft des Studios.

Konkret ist darin die Rede davon, dass in einem der kommenden Quartale des Jahres 2026 ein „noch nicht angekündigtes Gaming-Projekt” veröffentlicht werden soll. Eine offizielle Benennung dieses Projekts bleibt CD Projekt schuldig – doch in Kombination mit den seit Monaten kursierenden Insider-Berichten liegt die Schlussfolgerung nahe: Es könnte sich um den dritten Story-DLC zu The Witcher 3: Wild Hunt handeln.

Ebenfalls erwähnenswert: CD Projekt gab bekannt, dass mittlerweile fast 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an The Witcher 4 arbeiten – ein Rekord für das Studio. Die Tatsache, dass trotzdem noch Kapazitäten für ein weiteres Projekt vorhanden zu sein scheinen, deutet darauf hin, dass dieses „unangekündigte Projekt” bei einem externen Studio in Entwicklung sein könnte.

Die Gerüchte im Überblick: Eine Zeitleiste

Das Thema dritter Witcher-3-DLC ist kein neues. Seit Ende 2025 häufen sich die Hinweise. Hier ein chronologischer Überblick aller relevanten Meldungen:

Datum Quelle Inhalt
Dez. 2025 Analyst Mateusz Chrzanowski (Noble Securities) Erster Bericht über Story-DLC als Brücke zwischen W3 und W4
Jan. 2026 IGN Polen Mögliches Setting: Zerrikanien als Schauplatz des DLCs
Feb. 2026 CD Projekt (Bonusprogramm-Ankündigung) Neues Mitarbeiter-Bonusprogramm lässt auf neue Inhalte schließen
Feb. 2026 Analyst Chrzanowski DLC als Marketing-Startschuss für The Witcher 4; Budget- und Preisschätzungen
März 2026 Mehrere Insider Bestätigung der Gerüchte; erste Details zum Setting; Entwicklung bei Fool’s Theory
März 2026 Insider „UV o grach” (via WccfTech) Setting möglicherweise näher als gedacht – Zerrikanien-Theorie in Frage gestellt
März 2026 Analyst (Release-Eingrenzung) Mai 2026 als Release-Termin unwahrscheinlich; September 2026 im Gespräch
20. März 2026 CD Projekt (Geschäftsbericht) „Noch nicht angekündigtes Gaming-Projekt” für 2026 bestätigt

Wer entwickelt den DLC? Fool’s Theory im Fokus

Laut übereinstimmenden Insider-Berichten soll der dritte Witcher-3-DLC nicht bei CD Projekt Red selbst, sondern beim polnischen Studio Fool’s Theory in Entwicklung sein. Das ist kein Zufall: Fool’s Theory ist das Studio hinter dem offiziellen Remake des ersten The Witcher, das ebenfalls in Entwicklung ist. Die Verbindung zu CD Projekt und dem Witcher-Universum ist also bereits etabliert.

Fool’s Theory wurde 2015 gegründet und besteht zu einem erheblichen Teil aus ehemaligen CD-Projekt-Mitarbeitern – darunter Entwickler, die an The Witcher 2 und The Witcher 3 beteiligt waren. Das Studio kennt die Welt von Geralt also aus dem Effeff. Sollte sich die Gerüchtelage bestätigen, wäre Fool’s Theory eine naheliegende und kompetente Wahl für eine Erweiterung, die das Witcher-3-Erbe würdig fortführen soll.

Wohin führt Geralts Weg? Das mögliche Setting

Eine der spannendsten Fragen rund um den möglichen DLC ist die nach dem Setting. Bislang kursieren zwei konkurrierende Theorien:

Theorie 1: Zerrikanien

Anfang 2026 berichteten die Kollegen von IGN Polen, dass es Geralt möglicherweise nach Zerrikanien verschlagen könnte – einem Kontinent südlich der Hauptkarte von The Witcher 3, der in der Buchvorlage von Andrzej Sapkowski eine Rolle spielt, in den Spielen bislang aber kaum erkundet wurde. Zerrikanien wäre ein exotisches, visuell völlig andersartiges Setting und würde sich deutlich von den bisherigen Erweiterungen abheben.

Theorie 2: Bekanntes Terrain

Der polnische Insider „UV o grach” widersprach der Zerrikanien-Theorie jedoch und deutete an, dass Spieler beim Setting möglicherweise „zu weit in die Ferne” schauen. Das könnte bedeuten, dass der DLC in einer bereits bekannten Region der Witcher-Welt spielt – etwa in Nilfgaard, Redanien oder sogar in der Nähe von Toussaint, dem Schauplatz von Blood and Wine.

Welche Theorie zutrifft, wird erst die offizielle Ankündigung zeigen. Klar ist: Das Setting wird eine entscheidende Rolle dabei spielen, wie der DLC die Geschichte zwischen Witcher 3 und Witcher 4 verbindet.

The Witcher-Universum: Wo steht die Reihe 2026?

Projekt Status Details
The Witcher 3: Wild Hunt Veröffentlicht (2015) Next-Gen-Update 2022; über 50 Mio. Verkäufe
Hearts of Stone (DLC 1) Veröffentlicht (2015) ca. 10 Stunden; Gaunter O’Dimm als Antagonist
Blood and Wine (DLC 2) Veröffentlicht (2016) ca. 30 Stunden; Toussaint als neues Gebiet
Dritter Story-DLC (Gerücht) In Entwicklung (unbestätigt) Fool’s Theory; Release-Fenster: Sept. 2026
The Witcher 1 Remake In Entwicklung Fool’s Theory; kein Release-Datum bekannt
The Witcher 4 In Entwicklung CD Projekt Red; ca. 500 Mitarbeiter; Ciri als Protagonistin

Warum ein dritter DLC strategisch Sinn ergibt

Aus Sicht von CD Projekt wäre ein dritter Witcher-3-DLC nicht nur ein Fan-Service, sondern eine clevere Marketingstrategie. The Witcher 4 befindet sich in der heißen Entwicklungsphase – und ein neuer DLC zum Vorgänger könnte die Aufmerksamkeit der Spielerbasis gezielt auf das Franchise lenken, bevor der große Nachfolger erscheint. Analyst Mateusz Chrzanowski hatte diesen Zusammenhang bereits Ende 2025 beschrieben: Der DLC als Startschuss für das Marketing von The Witcher 4.

Hinzu kommt die schiere Popularität von The Witcher 3. Das Spiel verkauft sich auch mehr als zehn Jahre nach seinem Release noch regelmäßig – nicht zuletzt dank der Netflix-Serie, die eine neue Generation von Fans in die Welt von Geralt eingeführt hat. Ein neuer DLC würde diese Dynamik weiter befeuern und gleichzeitig die Vorfreude auf The Witcher 4 steigern.

Was bleibt offen – und wann kommt Klarheit?

Trotz der Häufung von Hinweisen und Insider-Berichten fehlt nach wie vor die offizielle Bestätigung durch CD Projekt. Das Studio hat sich bislang weder zum dritten DLC noch zu dessen möglichem Setting geäußert. Wann die Ankündigung erfolgen wird, ist unklar – doch angesichts des im Geschäftsbericht genannten Release-Fensters „in einem der kommenden Quartale 2026″ und des kolportierten September-Termins könnte eine offizielle Enthüllung in den nächsten Wochen oder Monaten bevorstehen.

Für Fans von Geralt und der Witcher-Welt bleibt die Botschaft klar: Die Reise des Hexers könnte noch nicht zu Ende sein. Und wenn CD Projekt und Fool’s Theory liefern, was die Gerüchte versprechen, dürfte das Warten sich lohnen.

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Luca ist leidenschaftlicher Gamer, Tech-Enthusiast und seit 2023 fester Bestandteil des Redakteursteams bei gamer.org. Ob aktuelle AAA-Releases, Indie-Highlights oder tiefgründige Analysen zu Game-Design – Luca liefert fundierte Inhalte mit persönlicher Note. Besonders schlägt sein Herz für Action-Adventures, Soulslikes und alles rund um kompetitives Multiplayer-Gaming. Mit einem Blick für Details und einem Gespür für Trends bringt er komplexe Themen verständlich auf den Punkt. Neben Gaming interessiert er sich für Popkultur, Storytelling und die Zukunft der Spieleindustrie. Seine Reviews und Meinungen sind ehrlich, kritisch – und immer nah an der Community.

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