Kaum ein Horrorspiel hat in den letzten Jahren so viel Aufsehen erregt wie Resident Evil Requiem. Seit dem Release Ende Februar 2026 überschlägt sich Capcom mit positiven Meldungen: Rekordverkäufe auf Steam, Bestnoten von Presse und Community, und nun die nächste Erfolgsmeldung. Das Spiel hat die Sechs-Millionen-Marke geknackt – und das schneller als jeder Vorgänger in der über 30-jährigen Geschichte der Reihe. Doch damit nicht genug: Capcom hat bereits konkrete Post-Launch-Inhalte angekündigt, die das Spielerlebnis langfristig erweitern sollen.
Sechs Millionen Verkäufe: Ein neuer Serienrekord
In einer offiziellen Mitteilung auf der Capcom-Webseite bestätigte das japanische Unternehmen, dass Resident Evil Requiem die Marke von sechs Millionen verkauften Kopien überschritten hat. Besonders bemerkenswert ist dabei die Geschwindigkeit: Kein anderes Spiel der Resident-Evil-Serie hat diese Verkaufszahl in so kurzer Zeit erreicht.
Bereits kurz nach dem Launch hatte Capcom eine erste Erfolgsmeldung veröffentlicht: Innerhalb weniger Tage nach Erscheinen hatte sich Resident Evil Requiem mehr als fünf Millionen Mal verkauft. Dieser Wert wurde nun innerhalb von nur wenigen weiteren Wochen auf sechs Millionen gesteigert – ein Tempo, das selbst für die kommerziell starke Resident-Evil-Reihe außergewöhnlich ist.
Zum Vergleich: Resident Evil Village, der direkte Vorgänger, verkaufte sich in den ersten drei Tagen nach Release rund drei Millionen Mal und erreichte die Zehn-Millionen-Marke nach etwa zwei Jahren. Resident Evil 4 Remake erzielte in den ersten zwei Tagen drei Millionen Verkäufe. Requiem übertrifft diese Startwerte deutlich.
Serienvergleich: Verkaufszahlen der Resident-Evil-Reihe
| Titel | Release | Verkäufe gesamt | Verkäufe in ersten Wochen |
|---|---|---|---|
| Resident Evil Requiem | Feb. 2026 | 6+ Mio. (laufend) | 5 Mio. in wenigen Tagen |
| Resident Evil 4 Remake | März 2023 | ca. 8 Mio. | 3 Mio. in 2 Tagen |
| Resident Evil Village | Mai 2021 | ca. 10 Mio. | 3 Mio. in 3 Tagen |
| Resident Evil 2 Remake | Jan. 2019 | ca. 13 Mio. | 3 Mio. in 3 Tagen |
| Resident Evil 7 | Jan. 2017 | ca. 13 Mio. | 2,5 Mio. in 3 Tagen |
Rekordstart auf Steam: Vorgänger weit hinter sich gelassen
Neben den reinen Verkaufszahlen setzte Resident Evil Requiem auch auf der PC-Plattform Steam Maßstäbe. Bereits zum Launch übertraf das Spiel die gleichzeitigen Spielerzahlen aller bisherigen Resident-Evil-Titel auf der Plattform. Die Kombination aus starker Fachpresse-Wertung und positiver Community-Resonanz sorgte für einen anhaltenden Hype, der sich direkt in den Verkaufszahlen niederschlägt.
Auf Bewertungsplattformen wie Metacritic und OpenCritic erhielt Resident Evil Requiem durchweg starke Wertungen. Spieler lobten insbesondere die Atmosphäre, das Leveldesign und die Rückkehr zu klassischen Horror-Elementen der Reihe – auch wenn einzelne Stimmen, wie in der Community zu lesen ist, die fehlenden Rätsel-Elemente der frühen Serienteile vermissen.
Post-Launch-Inhalte: Was Capcom angekündigt hat
Capcom hat in seiner offiziellen Mitteilung klargemacht, dass Resident Evil Requiem kein abgeschlossenes Produkt bleiben soll. Der Entwickler und Publisher plant fortlaufenden Support sowie zusätzliche Spielinhalte, um die Lebensdauer des Titels zu verlängern. Director Koshi Nakanishi hatte diese Pläne bereits in einer Videobotschaft an die Fans konkretisiert.
Folgende Inhalte sind bislang bestätigt:
- Fotomodus: Befindet sich laut Nakanishi aktuell in Entwicklung. Ein konkretes Erscheinungsdatum wurde noch nicht genannt.
- Neues Minispiel: Details zu Inhalt und Format wurden noch nicht veröffentlicht.
- Story-Erweiterung: Eine narrative Ergänzung zum Hauptspiel ist in Planung. Ob es sich um einen klassischen DLC oder eine integrierte Erweiterung handelt, ist noch offen.
- Laufende Updates: Capcom hat kontinuierlichen technischen Support zugesagt, um Performance und Stabilität weiter zu verbessern.
Wann genau diese Inhalte erscheinen, ließ Capcom bislang offen. Angesichts der starken Verkaufszahlen und des anhaltenden Spielerinteresses dürfte der Druck auf das Studio, zeitnah zu liefern, jedoch hoch sein.
Update 1.12: Technische Verbesserungen bereits live
Parallel zu den Ankündigungen neuer Inhalte hat Capcom bereits mit der technischen Nachbetreuung begonnen. Update 1.12 für Resident Evil Requiem ist vor wenigen Tagen erschienen. Der Patch fiel in seinem Umfang überschaubar aus, adressierte jedoch konkrete Fehler und Performance-Probleme, die von der Community gemeldet worden waren.
Solche frühen Patches sind bei modernen AAA-Titeln Standard und signalisieren, dass Capcom aktiv auf das Spielerfeedback reagiert. In Kombination mit der laufenden Umfrage, die das Studio an seine Spieler gerichtet hat, entsteht das Bild eines Publishers, der den Post-Launch-Zyklus ernst nimmt.
Spieler-Feedback aktiv gesucht: Umfrage mit Belohnung
Capcom geht beim Thema Community-Einbindung einen ungewöhnlichen Weg: Das Studio hat eine offizielle Umfrage für Spieler von Resident Evil Requiem gestartet. Teilnehmer werden unter anderem gefragt, welche Gründe sie zum Kauf des Spiels bewogen haben – wertvolle Marktforschungsdaten für zukünftige Entwicklungsentscheidungen.
Als Dankeschön für die Teilnahme erhalten Spieler ein kostenloses digitales Hintergrundbild. Eine kleine Geste, die aber zeigt, dass Capcom die Bindung zur Community aktiv pflegt. Solche Feedback-Schleifen sind in der modernen Spieleentwicklung zunehmend wichtig, da sie Entwicklern helfen, Prioritäten für Updates und DLC-Inhalte zu setzen.
Resident Evil Requiem im Serienkontext: Was macht den Erfolg aus?
Der Erfolg von Resident Evil Requiem ist kein Zufall. Capcom hat in den vergangenen Jahren mit einer konsequenten Strategie die Resident-Evil-Marke neu positioniert. Nach dem kommerziellen und kritischen Erfolg von Resident Evil 7 (2017), das die Reihe mit der Ego-Perspektive neu erfand, und den gefeierten Remakes von Teil 2, 3 und 4 hat das Studio ein tiefes Vertrauen in der Fanbase aufgebaut.
Resident Evil Requiem profitiert von diesem Vertrauensvorschuss – und löst ihn offenbar ein. Die Rückkehr zu klassischen Horror-Elementen, kombiniert mit moderner Technik und einem hohen Produktionsstandard, trifft den Nerv einer Spielerschaft, die sowohl Nostalgie als auch Innovation schätzt.
Hinzu kommt die starke Marktposition von Capcom als Publisher: Das Unternehmen hat in den letzten Jahren bewiesen, dass es Franchises langfristig und nachhaltig entwickeln kann. Monster Hunter, Devil May Cry und Street Fighter stehen neben Resident Evil als Beispiele für Serien, die Capcom erfolgreich in die moderne Spielegeneration überführt hat.
Was bedeutet der Erfolg für die Zukunft der Reihe?
Sechs Millionen Verkäufe in wenigen Wochen sind nicht nur ein kommerzieller Erfolg – sie sind ein klares Signal an Capcom, in welche Richtung die Reihe weiterentwickelt werden soll. Die angekündigten Post-Launch-Inhalte deuten darauf hin, dass das Studio Resident Evil Requiem als langfristiges Produkt betrachtet, das über Monate hinweg mit neuem Content versorgt werden soll.
Ob die Story-Erweiterung dabei als eigenständiger DLC erscheint oder als kostenloses Update integriert wird, bleibt abzuwarten. Angesichts der Preisdiskussion in der Community – einige Spieler empfinden den Vollpreis von 79 Euro als hoch – könnte Capcom mit einem fairen DLC-Modell zusätzliches Vertrauen aufbauen.
Eines ist sicher: Mit Resident Evil Requiem hat Capcom bewiesen, dass die Reihe nach über 30 Jahren nichts von ihrer Zugkraft verloren hat – im Gegenteil. Der schnellste Verkaufsstart der Seriengeschichte ist ein Fundament, auf dem sich gut bauen lässt.