Sombra steht vor einer der größten Veränderungen ihrer Geschichte. Mit Overwatch Season 5 wechselt die Hackerin von der Damage-Rolle in den Support-Bereich. Blizzard möchte damit ein altes Balance-Problem lösen, ohne den Charakter komplett neu zu erfinden. Unsichtbarkeit, Translocator und Teile ihrer Hack-Mechanik bleiben erhalten, während direkte Eliminierungen künftig deutlich weniger im Mittelpunkt stehen.
Sombra wechselt von Damage zu Support
Blizzard bestätigte auf der BlizzCon 2026, dass Sombra künftig als Support-Heldin gespielt wird.
Hero Designer Scott Kennedy erklärte, dass Sombra bisher drei starke Säulen miteinander verbunden habe: Unsichtbarkeit, Fähigkeitssperren und hohen Schaden. Wenn alle drei gleichzeitig zu stark ausfallen, werde der Charakter schnell problematisch.
Durch den Rollenwechsel kann Blizzard zwei ihrer wichtigsten Eigenschaften behalten, ohne sie zusätzlich als starke Assassinin auslegen zu müssen.
Unsichtbarkeit und Translocator bleiben erhalten
Fans müssen sich nicht von allen bekannten Sombra-Mechaniken verabschieden.
Der Translocator bleibt laut Blizzard grundsätzlich erhalten.
Auch ihre Unsichtbarkeit gehört weiterhin fest zum Kit.
Dadurch soll Sombra weiterhin schnell durch das Schlachtfeld wechseln, sich unbemerkt neu positionieren und Gegner unter Druck setzen können.
Hack bleibt Teil ihrer Identität
Auch die Fähigkeit, gegnerische Skills zu blockieren, verschwindet nicht vollständig.
Der klassische Lockout soll künftig vor allem über EMP erhalten bleiben und damit seltener auftreten.
Blizzard reduziert dadurch die Häufigkeit dieser besonders frustrierenden Mechanik, ohne Sombras Hacker-Fantasie aufzugeben.
Schaden wird deutlich unwichtiger
Der größte Unterschied betrifft Sombras offensive Rolle.
Als Support muss sie Gegner nicht mehr möglichst schnell ausschalten.
Stattdessen kann Blizzard ihr Kit stärker darauf ausrichten, Verbündete zu unterstützen und gleichzeitig gegnerische Teams zu stören.
Kennedy erklärt, dass Sombra künftig heilen kann, während sie weiterhin unsichtbar über das Schlachtfeld navigiert und mit beiden Teams interagiert.
Blizzard wollte ihre Identität unbedingt behalten
Art Director Dion Rogers betont, dass Sombra trotz des Rollenwechsels weiterhin klar als Sombra erkennbar bleiben soll.
Für das Entwicklerteam war entscheidend, dass sich der Charakter nicht wie ein völlig neuer Held anfühlt.
Die Hacker-Identität, ihre Beweglichkeit und ihre besondere Art, Kämpfe zu beeinflussen, bleiben deshalb zentrale Bestandteile des Reworks.
Das Rework brauchte viele Testversionen
Senior Animator Kyle Disanjh erklärte, dass Blizzard zahlreiche unterschiedliche Varianten ausprobiert habe.
Das gesamte Overwatch-Team nahm regelmäßig an internen Playtests teil und gab Feedback.
Einige Ideen wurden wieder verworfen, weil sie sich zu weit von Sombras ursprünglicher Identität entfernten. Andere Ansätze funktionierten zwar technisch, fühlten sich aber nicht passend an.
Reworks sind manchmal schwieriger als neue Helden
Lead Hero Producer Kenny Hudson beschreibt große Reworks sogar als teilweise schwieriger als die Entwicklung eines komplett neuen Charakters.
Bei einem neuen Helden könne das Team praktisch bei null anfangen.
Bei Sombra müsse dagegen berücksichtigt werden, dass sie bereits seit Overwatch 1 existiert und eine etablierte Spielerschaft besitzt.
Blizzard müsse deshalb neue Mechaniken entwickeln, ohne langjährige Fans vollständig zu verlieren.
EMP musste nicht komplett neu entwickelt werden
Einer der entscheidenden Momente während der Entwicklung war laut Hudson die Erkenntnis, dass viele bekannte Fähigkeiten weiterhin sinnvoll funktionieren.
Besonders wichtig: EMP musste nicht vollständig neu gestaltet werden.
Das machte es möglich, Sombra stärker in Richtung Support zu verschieben und trotzdem viele bekannte Elemente zu erhalten.
Auch Sombras Story entwickelt sich weiter
Das Rework betrifft nicht nur das Gameplay.
Narrative Designer Eleni Rivera erklärte, dass solche Überarbeitungen Blizzard auch die Möglichkeit geben, Figuren erzählerisch weiterzuentwickeln.
Sombra bleibt weiterhin eine Hackerin, soll aber zusätzliche Facetten bekommen.
Als Beispiel nennt Rivera ihre bereits bekannten Sorgen um Sigma. Solche Momente zeigen, dass hinter Sombra mehr steckt als nur Manipulation und Eigeninteresse.
Die neue Rolle könnte besser zu ihrer Persönlichkeit passen
Sombra war schon immer ein Charakter, der Informationen sammelt, Kämpfe kontrolliert und andere manipuliert.
Ein Support-Kit kann diese Eigenschaften stärker betonen.
Statt Gegner hauptsächlich über Burst-Schaden auszuschalten, kann sie Verbündete unterstützen, wichtige Gegner stören und Informationen nutzen, um Kämpfe zu beeinflussen.
Damit könnte ihre Rolle künftig stärker zu ihrer erzählerischen Identität passen.
Blizzard will Frust reduzieren
Sombra gehörte über Jahre zu den am schwierigsten auszubalancierenden Helden in Overwatch.
Besonders die Kombination aus Unsichtbarkeit, Hack und schnellem Schaden führte regelmäßig zu Kritik.
Der Wechsel zur Support-Rolle gibt Blizzard die Möglichkeit, genau diese Kombination aufzubrechen.
Unsichtbarkeit und Störung bleiben erhalten, während ihr Potenzial für schnelle Eliminierungen deutlich reduziert wird.
Gleichzeitig muss das Heil-Kit überzeugen
Die große offene Frage bleibt, wie gut sich Sombra tatsächlich als Support spielt.
Blizzard hat bestätigt, dass sie Verbündete heilen kann, doch die genaue Funktionsweise ihres vollständigen neuen Kits wurde im Interview nicht im Detail erklärt.
Entscheidend wird deshalb sein, wie stark ihre Heilung ausfällt und wie sie sich gegenüber bestehenden Supports abgrenzt.
Season 5 bringt die neue Sombra
Das Rework soll mit Overwatch Season 5 erscheinen.
Damit steht Sombra vor einer grundlegenden Veränderung, ohne dass Blizzard ihre komplette Identität verwirft.
Translocator, Unsichtbarkeit und EMP bleiben wichtige Bestandteile ihres Kits. Neu ist vor allem, dass sie nicht mehr primär eliminieren, sondern Verbündete unterstützen soll.
Blizzard setzt damit auf einen ungewöhnlichen Ansatz: Sombra soll sich deutlich anders spielen, aber trotzdem sofort wieder wie Sombra anfühlen.