MOUZ hat die BLAST Bounty Season 2 2026 gewonnen. Im großen Counter-Strike-2-Finale in Malta setzte sich das europäische Team mit 3:1 gegen Spirit durch und beendete damit eine Serie deutlicher Niederlagen gegen den Weltranglistenersten.
Den größten Anteil am Erfolg hatte Lotan “Spinx” Giladi. Der Rifler dominierte weite Teile der Best-of-Five-Serie und half MOUZ dabei, Dust2, Mirage und die entscheidende vierte Karte Nuke zu gewinnen.
MOUZ überrascht Spirit direkt auf Dust2
Spirit ging als Favorit in das Endspiel. Das Team hatte MOUZ im Verlauf des Jahres bereits bei IEM Kraków, IEM Rio und PGL Astana jeweils mit 2:0 geschlagen.
Davon war auf Dust2 zunächst wenig zu sehen. Obwohl Spirit die Karte ausgewählt hatte, spielte MOUZ kontrollierter und nutzte seine frühen Vorteile konsequent.
Nach einer knappen ersten Hälfte setzte sich MOUZ zunehmend ab. Spirit fand nur selten Zugang zu den Bombenplätzen und konnte auch einzelne starke Situationen von Danil “donk” Kryshkovets nicht in eine stabile Aufholjagd verwandeln.
MOUZ entschied Dust2 mit 13:8 für sich. Es war zugleich der erste Kartensieg des Teams gegen Spirit im Jahr 2026.
Mirage wird zur deutlichsten Karte des Finales
Auf der eigenen Wahl Mirage erhöhte MOUZ das Tempo. Die Mannschaft kontrollierte früh die Mitte, gewann zahlreiche Eröffnungsduelle und ließ Spirit kaum Raum für koordinierte Angriffe.
Besonders Spinx setzte den Gegner unter Druck. Seine aggressiven Positionen brachen mehrere Runden bereits auseinander, bevor Spirit seine geplanten Abläufe vollständig aufbauen konnte.
Auch Ádám “torzsi” Torzsás und Oldřich “PR” Nový unterstützten den Lauf mit wichtigen Treffern und gut eingesetzter Utility. Spirit gewann auf der gesamten Karte lediglich vier Runden.
Mit dem 13:4 auf Mirage führte MOUZ in der Serie bereits mit 2:0. Damit fehlte dem Team nur noch ein Kartensieg zum Titel.
Spirit verhindert auf Ancient den Durchmarsch
Spirit reagierte auf Ancient und zeigte dort erstmals über längere Zeit die Leistung, die das Team im Verlauf der Saison ausgezeichnet hatte.
Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte übernahm Spirit im späteren Verlauf die Kontrolle. Donk gewann mehr direkte Duelle, während Boris “magixx” Vorobiev mit einer entscheidenden Clutch-Situation zusätzlichen Schwung brachte.
MOUZ verspielte mehrere aussichtsreiche Runden und verlor zunehmend den Zugriff auf die eigene Offensive. Spirit entschied sieben der letzten zehn Runden für sich und gewann Ancient mit 13:9.
Damit war ein 3:0-Sieg vom Tisch. Gleichzeitig erhielt Spirit die Möglichkeit, die Serie auf Nuke auszugleichen und eine fünfte Karte zu erzwingen.
Nuke entscheidet den Titelkampf
Nuke entwickelte sich zur engsten Karte des Finales. MOUZ ging mit einer 7:5-Führung in die zweite Hälfte, konnte Spirit aber zunächst nicht abschütteln.
Beide Teams wechselten sich mit erfolgreichen Runden ab. Spirit gewann auch mehrere Situationen mit schwächerer Ausrüstung und glich zwischenzeitlich zum 10:10 aus.
In der entscheidenden Phase blieb MOUZ jedoch ruhiger. Das Team stabilisierte seine Verteidigung, gewann die nächsten Runden und erreichte beim Stand von 12:10 den ersten Matchball.
Diesen nutzte MOUZ direkt. Das 13:10 auf Nuke besiegelte den 3:1-Erfolg und verhinderte die fünfte Karte Cache.
Die Ergebnisse des Finales:
- Dust2: MOUZ 13:8 Spirit
- Mirage: MOUZ 13:4 Spirit
- Ancient: Spirit 13:9 MOUZ
- Nuke: MOUZ 13:10 Spirit
Spinx liefert die entscheidende Leistung
Spinx war der herausragende Spieler der Finalserie. Er beendete die vier Karten mit einer deutlich positiven Bilanz und einem durchschnittlichen Schaden von mehr als 100 Punkten pro Runde.
Besonders auf Mirage fand Spirit keine Antwort auf seine aggressiven Vorstöße. Auch auf Nuke blieb er in den entscheidenden Momenten wirkungsvoll und half MOUZ dabei, den knappen Vorsprung ins Ziel zu bringen.
Spirit konnte diese Leistung nicht durch seine eigenen Stars ausgleichen. Donk fand auf Ancient zwar besser ins Spiel, blieb über die gesamte Serie aber unter seinem üblichen Einfluss. Auch sh1ro, zont1x, tN1R und magixx erreichten keine konstant positive Bilanz.
Der Finalsieg beruhte dennoch nicht nur auf einer Einzelleistung. MOUZ überzeugte mit saubereren Trades, besseren Entscheidungen in Überzahlsituationen und einer stabileren Kommunikation in den letzten Runden.
Das neue MOUZ-Aufgebot gewinnt sofort einen Titel
Der Turniersieg ist besonders bedeutend, weil MOUZ mit einem veränderten Kader antrat. PR kehrte in die Organisation zurück, während Adrian “xelex” Vincze ebenfalls Teil der neuen Aufstellung wurde.
Gemeinsam mit Spinx, torzsi und Dorian “xertioN” Berman musste das Team Rollen und Abläufe noch neu verteilen. Trotzdem erreichte MOUZ bereits beim ersten großen Turnier dieser Formation das Finale.
Auf dem Weg zum Titel gewann die Mannschaft im Viertelfinale gegen 3DMAX. Im Halbfinale folgte ein knappes 2:1 gegen Astralis, bevor Spirit im Endspiel wartete.
Der Erfolg zeigt, dass die neu zusammengestellte Formation bereits gegen die stärksten Gegner konkurrenzfähig ist. Gleichzeitig bleibt offen, ob MOUZ diese Leistung bei den kommenden Turnieren regelmäßig bestätigen kann.
BLAST Bounty verteilt mehr als eine Million Dollar
Die BLAST Bounty Season 2 lief vom 21. Juli bis zum 2. August 2026. Insgesamt nahmen 32 Teams teil, während die Finalrunde im BLAST Studio auf Malta ausgetragen wurde.
Der gesamte Preispool belief sich auf 1,15 Millionen US-Dollar. Die Verteilung setzte sich aus Spielerprämien, Clubanteilen und den im Bounty-Format erspielten Belohnungen zusammen.
MOUZ erhält für die Platzierung einen festen Anteil und die während des Turniers gesammelten Kopfgelder. Wichtiger als die reine Prämie ist jedoch der sportliche Wert des Erfolgs.
Nach mehreren klaren Niederlagen gegen Spirit hat MOUZ das direkte Duell erstmals im Jahr 2026 gewonnen. Das neue Aufgebot startet damit mit einem bedeutenden Titel in die nächste Phase der CS2-Saison.