Die beliebte Tiefling-Kriegerin Karlach gehört zu den emotionalsten Figuren in Baldur’s Gate 3, und ihr ursprüngliches Ende enttäuschte viele Fans. Doch das mittlerweile überarbeitete, heroische Finale war laut Sprecherin Samantha Béart nicht die Folge eines Fan-Aufschreis – sondern von Anfang an geplant.
In einem Gespräch mit PC Gamer erklärte Béart:
„Die Fans hatten keinerlei Einfluss darauf, dass ich für das neue Ende zurückgekommen bin. Das stand schon fest, sobald das Spiel erschienen war.“
Starfield zwang Larian zu frühem Release
Der wahre Grund für die Verzögerung des besseren Endes sei vielmehr der frühere Release von Baldur’s Gate 3, mit dem Entwickler Larian Studios einem direkten Konkurrenzstart mit Starfield aus dem Weg gehen wollte.
„Starfield sollte am selben Tag erscheinen, also hat Larian gesagt: ‘Wir bringen es einen Monat früher raus.’“
Man habe schlicht nicht erwartet, dass so viele Spieler das Rollenspiel in kürzester Zeit durchspielen und sofort Videos zum Ende hochladen würden. Das bessere Karlach-Ende war laut Béart aber von Anfang an eingeplant – nur eben noch nicht fertig zum ursprünglichen Launch-Zeitpunkt.
„Ziemlich genau mit dem Release bekam ich den Anruf – da waren viele Spieler noch nicht mal aus dem Charaktereditor raus – dass ich zurückkommen und ein zusätzliches Ende einsprechen soll. Die Umsetzung dauerte dann etwa einen Monat.“
Kein Fan-Druck – sondern durchdachte Planung
Béart betonte, dass es von außen vielleicht so aussehe, als ob die Fanreaktionen zu einer Änderung geführt hätten. In Wahrheit sei das emotionale, neue Ende aber längst in Planung gewesen, inklusive interner Tests.
„Es wirkt von außen so, als hätten die Spieler das beeinflusst. Aber nein, das war alles ganz normal geplant – tut mir leid!“
Mit Patch 5 erhält Karlach nun das epische Ende, das ihrer Geschichte gerecht wird – nicht aus Zwang, sondern weil es so vorgesehen war.