Was Eternal Strands zu einem besonderen Fantasy-Rollenspiel macht
In Eternal Strands schlüpft ihr in die Rolle von Brynn, einer jungen Weberin, die in die geheimnisvolle Enklave reist – ein einstiges Zentrum magischer Forschung, das nach einer Katastrophe dem Verfall preisgegeben wurde. Statt euch nur durch klassische Level-Korridore zu führen, setzt das Spiel auf mehrere offene Zonen, die ihr Schritt für Schritt freischaltet und in denen ihr weitgehend frei experimentiert.
Der große Aufhänger: Brynn beherrscht drei Magieformen – Feuer, Eis und kinetische Kräfte. Diese sind nicht nur simple Zauber, sondern greifen tief in die Spielwelt ein. Feuer lässt Vegetation brennen, erhitzt Oberflächen und schwächt Gegner. Eis friert Wasserflächen und Flügel von Drachen ein oder verlangsamt Kontrahenten. Kinetische Magie schließlich ermöglicht es euch, Baumstämme, Felsen oder Trümmer anzuheben und als tödliche Projektile zu schleudern oder provisorische Deckungen zu errichten.
Durch diese Systeme fühlt sich Eternal Strands eher wie ein interaktiver Sandkasten an: Viele Situationen lassen sich auf unterschiedliche Weise lösen, und wer kreativ denkt, wird regelmäßig mit spektakulären Momenten belohnt – etwa wenn ihr einem Koloss im Flug die Flügel vereist und ihn dramatisch abstürzen lasst.
PS5-Demo: Kostenloser Prolog mit Speicherübernahme
Auf PlayStation 5 steht aktuell eine kostenlose Demoversion bereit, in der ihr den kompletten Prolog durchspielen dürft. Ihr begleitet Brynn auf ihren ersten Schritten in die Enklave, lernt die Grundlagen des Kampfsystems, entdeckt die ersten offenen Areale und macht Bekanntschaft mit frühen Bossgegnern.
Besonders attraktiv: Eure Fortschritte werden in die Vollversion übernommen. Charakterentwicklung, erlernte Mechaniken, freigeschaltete Schnellreisepunkte und gesammelte Ressourcen müsst ihr bei einem späteren Kauf nicht erneut erspielen. So fühlt sich die Demo eher wie ein echter Einstieg ins Abenteuer an als nur wie ein isolierter Probehappen.
Hinzu kommt, dass Eternal Strands im PlayStation Store regelmäßig rabattiert ist und laut aktueller Aktion zeitlich begrenzt stark reduziert angeboten wird. Wer nach der Demo angefixt ist, kann also direkt beim Upgrade auf das vollständige Spiel sparen.
Gameplay-Fokus: Kletterfreiheit, Physik und Bosskämpfe
Neben den Elementar-Kräften setzt Eternal Strands stark auf vertikale Erkundung. Brynn kann nahezu jede Oberfläche erklimmen, was die Areale zu mehrstöckigen Spielplätzen macht. Klippen, Ruinen, Stadtmauern oder gigantische Kreaturen – alles dient als Kletterwand und eröffnet neue Angriffspositionen oder geheime Abkürzungen.
Herzstück des Designs sind die sogenannten Großen Feinde: riesige Bestien und Konstrukte, die frei durch die Zonen streifen. Diese Kämpfe erinnern spielerisch an eine Mischung aus Monster Hunter und Shadow of the Colossus. Statt stumpf Lebensbalken herunterzuhacken, sucht ihr Schwachstellen, löst kleine Umweltpuzzles und nutzt eure Elemente, um Rüstungen aufzubrechen, Körperteile zu fixieren oder Projektile zurückzuschleudern.
Auch die Progression unterscheidet sich von klassischen Loot-RPGs. Erfahrungspunkte spielen eine Nebenrolle, entscheidend sind eure Ausrüstung und die Materialien, aus denen ihr Waffen und Rüstungen herstellt. Je nachdem, ob ihr Gegner verbrennt, einfriert oder „klassisch“ besiegt, erhaltet ihr unterschiedliche Ressourcenqualitäten. So motiviert das System dazu, mit Status-Effekten und Umgebungsmanipulation zu experimentieren, anstatt nur den stärksten Schadenszauber zu spammen.
Plattformen und Technik im Überblick
Eternal Strands erschien 2025 für PlayStation 5, Xbox Series X|S und PC. Auf den Xbox-Plattformen ist der Titel zum Release direkt im Game Pass enthalten, während PlayStation-Spieler auf die Demo setzen oder klassisch kaufen. Auf dem PC wird das Spiel unter anderem über Steam vertrieben und dort bereits mit einem sehr positiven Nutzerfeedback bedacht.
Technisch setzt das Rollenspiel auf die Unreal Engine 5 und kombiniert einen leicht stilisierten, malerischen Grafikstil mit modernen Effekten. Die PS5-Version zielt auf flüssige 60 Bilder pro Sekunde ab, während auf PC je nach Hardware höhere Bildraten möglich sind. Die reaktiven Physiksysteme – etwa sich ausbreitende Brände oder einstürzende Objekte – sorgen dabei für ein markantes Spielgefühl.
Für wen sich Eternal Strands besonders lohnt
Wenn ihr Fantasy mögt, aber von klassischen Open-World-Rollenspielen mit endlosen Sammelaufgaben langsam genug habt, könnte Eternal Strands genau die richtige Mischung sein. Statt einer gigantischen Karte mit Hunderten Icons bekommt ihr kompakter designte Zonen, die zum Ausprobieren und Tüfteln einladen. Die Spielzeit für einen Durchlauf liegt je nach Spielstil ungefähr im Bereich von 20 bis 30 Stunden – genug Umfang, ohne sich zur Lebensaufgabe zu entwickeln.
Besonders empfehlenswert ist Eternal Strands für Spielerinnen und Spieler, die Freude an physikbasierten Systemen haben, gerne an Builds und Ausrüstung tüfteln und Bosskämpfe nicht nur wegen der Zahlen, sondern auch wegen der Inszenierung schätzen. Wer dagegen hauptsächlich eine extrem komplexe Skillbaum-Orgie oder ein ultrahartes Soulslike sucht, könnte den Fokus auf Kreativität statt Maximal-Schwierigkeitsgrad als zu „leicht“ empfinden.
Dank der kostenlosen PS5-Demo und der Möglichkeit, den Titel über Game Pass auf Xbox und PC ohne Zusatzkosten anzuspielen, gibt es aber kaum Gründe, dem „versteckten Juwel“ keine Chance zu geben. Eternal Strands ist kein perfektes Spiel, aber ein mutiger und frischer Ansatz im Action-RPG-Bereich – und genau solche Experimente brauchen wir zwischen all den Fortsetzungen und Remakes dringender denn je.