Broly gehört zu den Figuren, die Dragon Ball über Jahrzehnte hinweg immer wieder neu interpretiert hat. Ursprünglich trat er in den nicht-kanonischen Dragon-Ball-Z-Filmen als legendärer Super-Saiyajin auf, später wurde er in Dragon Ball Super offiziell neu eingeführt. Doch egal, ob Film, Manga, Anime-Spin-off oder Heroes-Zeitlinie: Broly bleibt fast immer dasselbe Grundprinzip – ein Saiyajin mit absurd hohem Potenzial und einer Kampfkraft, die im falschen Moment völlig außer Kontrolle geraten kann.
Was Broly so gefährlich macht, ist nicht nur seine rohe Stärke. Viele Versionen von ihm werden während eines Kampfes immer mächtiger. Je länger er kämpft, desto schneller wächst seine Kraft. Genau deshalb ist Broly in mehreren Dragon-Ball-Zeitlinien kein normaler Gegner, sondern eine echte multiversale Bedrohung.
Von Bio-Broly über God Broly bis hin zu Dark Broly gibt es inzwischen zahlreiche Varianten des legendären Saiyajins. Einige wirken eher wie Kuriositäten, andere könnten selbst Götter oder Fusionen an ihre Grenzen bringen.
Platz 7: Bio-Broly
Bio-Broly stammt aus Dragon Ball Z: Bio-Broly und ist streng genommen keine normale Version des legendären Saiyajins, sondern ein misslungener Klon. Genau das merkt man ihm auch an. Während Broly in seinen ersten Filmauftritten trotz seiner Raserei noch eine bedrohliche Aura hatte, wirkt Bio-Broly deutlich reduzierter. Er ist weniger Charakter als Kreatur, weniger Rivalenfigur als schleimiges Monster.
Zwar wird im Film angedeutet, dass Bio-Broly stärker sein soll als Broly aus Second Coming, doch seine tatsächlichen Leistungen sprechen eher dagegen. Seine wichtigsten Gegner sind Goten, Trunks, Android 18 und Krillin. Das ist zwar keine schwache Gruppe, aber weit entfernt von den absoluten Top-Kämpfern der Majin-Buu-Ära.
Vor allem fällt auf, dass Goten und Trunks gegen Bio-Broly deutlich besser bestehen als gegen die frühere Version des echten Broly. Im direkten Vergleich fehlt Bio-Broly die bedrohliche Präsenz, die Geschwindigkeit und die überwältigende Dominanz, die andere Varianten auszeichnen. Deshalb landet er klar auf dem letzten Platz dieses Rankings.
Platz 6: Toei-Broly
Der klassische Toei-Broly ist die ursprüngliche Version aus Dragon Ball Z: Broly – The Legendary Super Saiyan und Dragon Ball Z: Broly – The Second Coming. Für viele Fans ist genau diese Variante bis heute die ikonischste Broly-Version überhaupt. Sein Auftreten, seine brutale Kraft und sein legendärer Super-Saiyajin-Status machten ihn zu einem der bekanntesten Movie-Villains der gesamten Reihe.
In seiner Zeitlinie kämpft Broly gegen die Z-Kämpfer kurz vor den Cell Games und bringt sie an den Rand der Niederlage. Seine Kraft ist so enorm, dass mehrere der stärksten Helden zusammenarbeiten müssen, um ihn überhaupt aufzuhalten. Besonders beeindruckend ist dabei sein scheinbar grenzenloses Energiepotenzial. Broly wirkt wie ein Gegner, der immer stärker wird, je länger der Kampf dauert.
Trotzdem hat diese Version eine klare Grenze: Sie bleibt im Power-Scaling der Dragon-Ball-Z-Ära hängen. Spätestens mit der Majin-Buu-Saga verschiebt sich das Kräfteverhältnis enorm. Broly aus Second Coming dürfte zwar ungefähr in der Nähe früher Buu-Gegner liegen, doch gegen spätere Bedrohungen wie Super Buu würde er vermutlich nicht mehr mithalten können.
Der klassische Broly ist also extrem stark, aber im Vergleich zu seinen späteren Varianten deutlich begrenzter.
Platz 5: Victory-Mission-Broly
Victory-Mission-Broly stammt aus Dragon Ball Heroes: Victory Mission, einem Spin-off-Manga, an dem Toyotarou arbeitete, bevor er später für den Dragon-Ball-Super-Manga verantwortlich wurde. Die Geschichte basiert auf den Dragon-Ball-Heroes-Spielen und verbindet verschiedene Zeitlinien, Formen und Figuren miteinander.
Diese Broly-Version ist besonders interessant, weil sie stark mit dem Dragon-Ball-GT-Kosmos verbunden wirkt. In Victory Mission treten zahlreiche GT-Elemente auf, darunter auch die Schattendrachen. Dadurch lässt sich diese Variante gewissermaßen als eine Art GT-Broly lesen.
Power-technisch ist Victory-Mission-Broly deutlich gefährlicher als die klassischen DBZ-Versionen. Er kann Super Saiyajin 3 und Super Saiyajin 4 nutzen und sogar eine legendäre Oozaru-Form erreichen. Damit bewegt er sich auf einem Level, das weit über dem ursprünglichen Movie-Broly liegt.
Besonders bemerkenswert ist, dass diese Version stark genug ist, um es mit mehreren der Schattendrachen aufzunehmen. Damit reiht er sich in die obere Liga der GT-Ära ein und übertrifft die meisten klassischen Dragon-Ball-Z-Gegner deutlich.
Platz 4: God Broly
God Broly gehört zu den ungewöhnlichsten Varianten des legendären Saiyajins. Er stammt aus Dragon Ball Z: The Real 4-D at Super Tenkaichi Budokai, einer Attraktion von Universal Studios Japan. Obwohl diese Version klar außerhalb der klassischen Hauptkontinuität steht, ist sie im Power-Scaling extrem spannend.
God Broly ähnelt äußerlich stark dem bekannten DBZ-Broly, besitzt aber eine entscheidende Besonderheit: Er nutzt God Ki. Damit ist er eine der wenigen Broly-Varianten, die direkten Zugang zu göttlicher Energie haben. Seine Legendary-God-Form macht ihn so stark, dass er selbst Super-Saiyajin-Blue-Kämpfern gefährlich werden kann.
In dieser Version treten Goku und Vegeta bei einem Super Tenkaichi Budokai an, doch God Broly übertrifft ihre normale Kampfkraft deutlich. Um ihn zu besiegen, reicht kein gewöhnlicher Schlagabtausch. Goku muss eine spezielle God-Fusion mit dem Publikum der Attraktion eingehen, wodurch der Kampf bewusst die vierte Wand durchbricht.
Genau deshalb ist God Broly schwer einzuordnen. Seine Darstellung ist absurd mächtig, aber auch stark an das Event-Format gebunden. Trotzdem bleibt er eine der gefährlichsten Broly-Versionen überhaupt.
Platz 3: Kanonischer Broly
Der kanonische Broly aus Dragon Ball Super: Broly ist die wichtigste moderne Version der Figur. Anders als der alte Movie-Broly ist er kein reiner Zerstörungsautomat, sondern ein tragischer Charakter mit enormem Potenzial, aber wenig Kontrolle über seine Kraft. Genau das macht ihn so spannend: Er ist nicht böse, sondern gefährlich, weil seine Stärke kaum beherrschbar ist.
Schon in seinem ersten großen Kampf gegen Goku und Vegeta zeigte Broly, wie schnell er wachsen kann. Innerhalb kürzester Zeit entwickelte er sich von einem unerfahrenen Kämpfer zu einem Gegner, der selbst Super Saiyan Blue überforderte. Am Ende mussten Goku und Vegeta fusionieren, um als Gogeta überhaupt die Kontrolle über den Kampf zurückzugewinnen.
Besonders wichtig ist die Aussage, dass Brolys Potenzial sogar in Richtung Beerus reichen könnte. Damit wird klar, dass diese Version nicht einfach nur ein starker Saiyajin ist, sondern langfristig zu den mächtigsten Kämpfern des gesamten Dragon-Ball-Super-Kosmos werden kann.
In jüngeren Dragon-Ball-Super-Kapiteln wird Broly außerdem stärker in die Hauptgruppe integriert. Er lernt, seine Kraft besser zu kontrollieren, und nähert sich damit einer Form, die noch gefährlicher sein könnte als sein unkontrollierter Berserker-Zustand. Mit mehr Training könnte der kanonische Broly zu einem der stärksten lebenden Saiyajins werden.
Platz 2: Xeno Broly
Xeno Broly stammt aus Super Dragon Ball Heroes und gehört zu einer der übertriebensten Dragon-Ball-Zeitlinien überhaupt. Die Xeno-Versionen der bekannten Figuren bewegen sich generell auf einem Power-Level, das weit über vielen klassischen Inkarnationen liegt. Entsprechend brutal fällt auch Xeno Broly aus.
Diese Variante verbindet Elemente aus Dragon Ball Z, Dragon Ball GT und den erweiterten Heroes-Zeitlinien. Xeno Broly kann Super Saiyajin 4 erreichen und besitzt genug Kraft, um gegen einige der mächtigsten Figuren aus diesem Kosmos zu bestehen. Besonders beeindruckend ist, dass er es mit Xeno Gogeta aufnehmen kann, einer Fusion, die selbst im Heroes-Universum zu den absoluten Top-Kämpfern zählt.
Obwohl Xeno Broly kein God Ki nutzt, übertrifft seine rohe Kampfkraft viele andere Broly-Versionen. Sein Super-Saiyajin-4-Zustand hebt ihn auf ein Level, das im normalen Dragon-Ball-Kanon kaum vergleichbar ist. Er ist schneller, widerstandsfähiger und brutaler als fast jede andere Variante des legendären Saiyajins.
Würde Xeno Broly zusätzlich noch göttliche Energie erhalten, wäre er vermutlich kaum noch aufzuhalten. Schon ohne dieses Upgrade gehört er aber eindeutig zu den stärksten Broly-Versionen im gesamten Multiversum.
Platz 1: Dark Broly
Dark Broly ist die mächtigste bekannte Version von Broly. Er entsteht, als Xeno Broly durch die Seven-Star Dark Dragon Ball verstärkt und zusätzlich von einer Time-Breaker-Maske kontrolliert wird. Das Ergebnis ist eine völlig korrumpierte, extrem aggressive und massiv verstärkte Form des ohnehin schon übermächtigen Xeno Broly.
Diese Version ist nicht einfach nur stärker, sondern auch gefährlicher, weil sie von dunkler Drachenenergie angetrieben wird. Dark Broly besitzt keinen klaren moralischen Kompass und greift alles an, was ihm im Weg steht. Seine Kraft steigt dadurch auf ein Niveau, das selbst innerhalb von Super Dragon Ball Heroes herausragt.
In der Dark King Mechikabura Saga zeigt Dark Broly, wie absurd gefährlich er ist. Er besiegt Xeno King Vegeta und bringt selbst Xeno Bardock massiv in Bedrängnis. Dass er am Ende gestoppt wird, liegt weniger an einer klaren Überlegenheit seines Gegners, sondern an der Key Sword, einer gottgleichen Waffe, die speziell für solche Bedrohungen geeignet ist.
In einem normalen Kampf hätte Dark Broly sehr wahrscheinlich gewonnen. Die Kombination aus Xeno-Brolys Grundkraft, Super-Saiyajin-4-Potenzial, dunkler Drachenenergie und Time-Breaker-Kontrolle macht ihn zur stärksten Broly-Version aller Zeiten.
Warum Broly in jeder Zeitlinie eine Ausnahme bleibt
Broly ist in Dragon Ball deshalb so besonders, weil seine Stärke nicht einfach nur durch Training oder Transformationen erklärt wird. Er ist ein Naturereignis unter den Saiyajins. Seine Energie wächst schneller als die vieler anderer Kämpfer, sein Potenzial scheint kaum begrenzt zu sein, und in fast jeder Version braucht es außergewöhnliche Mittel, um ihn zu stoppen.
Der kanonische Broly könnte langfristig sogar noch weiter nach oben rücken. Sollte Dragon Ball Super seine Entwicklung fortsetzen und Broly seine Kraft vollständig kontrollieren lernen, könnte er irgendwann sogar Varianten wie God Broly oder Xeno Broly gefährlich nahekommen.
Aktuell bleibt Dark Broly jedoch die extremste Inkarnation des legendären Saiyajins. Keine andere Version kombiniert so viel rohe Kraft, korrumpierte Energie und multiversale Bedrohung in einer einzigen Form.