Call of Duty auf der Switch 2? Warum die Hinweise auf ein großes Comeback hindeuten

Die Call of Duty-Reihe gehört seit fast zwei Jahrzehnten zu den dominantesten Shooter-Serien der Spielebranche. Auf PlayStation, Xbox und PC ist jedes neue Release ein Großereignis – doch Nintendo-Spieler blieben lange außen vor. Seit Call of Duty: Ghosts (Wii U, 2013) hat es kein moderner Ableger mehr auf eine Nintendo-Plattform geschafft. Das könnte sich mit der kommenden Switch 2 ändern: Aktuelle Hinweise deuten darauf hin, dass Sledgehammer Games an einer Umsetzung für Nintendos nächste Konsole arbeitet.

Zwölf Jahre Durststrecke: Call of Duty und Nintendo

Während frühere Call-of-Duty-Teile wie World at War oder Black Ops noch auf Nintendo-Systemen erschienen, endete die Unterstützung mit der Wii U. Call of Duty: Ghosts war 2013 der letzte Ableger für eine Nintendo-Plattform. Seither konzentrierte sich Activision auf PlayStation, Xbox und PC – vor allem, weil die Hardware von Nintendo-Konsolen oft nicht auf Augenhöhe mit den Konkurrenzsystemen lag.

Die Ankündigung des 10-Jahres-Deals zwischen Microsoft und Nintendo im Zuge der Activision-Blizzard-Übernahme weckte dennoch Hoffnungen: Künftige Call-of-Duty-Titel sollten zeitgleich und mit Feature-Gleichheit auch für Nintendo erscheinen. Konkrete Spiele wurden bisher aber nicht genannt – bis jetzt.

Stellenausschreibung bei Sledgehammer Games: Switch-Erfahrung explizit gefragt

Wie das Magazin Insider Gaming berichtet, sucht Sledgehammer Games aktuell nach einem Senior Technical Artist. In der auf LinkedIn entdeckten Stellenausschreibung werden unter anderem „AAA Mobile oder Switch Erfahrung“ sowie „Live Service Games“ als wünschenswerte Zusatzqualifikationen genannt.

Da Sledgehammer Games seit seiner Gründung 2009 ununterbrochen an der Call-of-Duty-Marke arbeitet – unter anderem an Modern Warfare 3 und als Unterstützung für Black Ops 6 und Black Ops 7 – ist es extrem unwahrscheinlich, dass hier an einer völlig anderen Marke gearbeitet wird. Nahezu alles spricht dafür, dass es sich bei dem Projekt um einen künftigen Call-of-Duty-Ableger handelt.

Call of Duty 2027 als heißer Kandidat für die Switch 2

Bereits im Sommer kursierten Gerüchte, dass Sledgehammer für den für 2027 geplanten Ableger verantwortlich sein soll. Insider spekulieren, dass es sich dabei um ein neues Sub-Franchise handeln könnte – also keine direkte Fortsetzung von Modern Warfare oder Advanced Warfare, sondern einen Neuanfang innerhalb der Reihe.

Ein solcher Neustart wäre der ideale Moment, um die Marke gleichzeitig auf einer neuen Nintendo-Plattform zu positionieren. Die vermutete Switch 2 soll Gerüchten zufolge deutlich stärkere Hardware bieten, inklusive modernerer GPU-Features und besserer CPU-Leistung. Das würde es ermöglichen, Call of Duty – wenn auch mit technischen Anpassungen – auf Augenhöhe mit den Versionen für PlayStation und Xbox zu bringen.

Wie könnte ein Call of Duty auf der Switch 2 aussehen?

Technisch würde ein Call of Duty auf der Switch 2 vermutlich auf skalierbare Grafik-Settings, reduzierte Auflösung und dynamisches Rendering setzen. Das kennt man bereits von Ports wie Doom, The Witcher 3 oder No Man’s Sky für die aktuelle Switch.

Realistisch wäre unter anderem:

  • Dynamische 1080p im Dock, 720p mobil mit angepassten Effekten
  • Reduzierte Partikel-, Schatten- und Post-Processing-Effekte, um konstante Framerates zu halten
  • Cross-Progression über Activision-Account, um Fortschritt plattformübergreifend zu nutzen
  • Mögliche Crossplay-Unterstützung – ggf. mit eigenen Matchmaking-Filtern für Switch-Spieler

Spannend wäre auch, ob Nintendo-spezifische Features wie Gyro-Aiming oder optionale Steuerungsanpassungen integriert werden. Gerade Shooter-Fans auf der Switch schätzen diese Form der Feinsteuerung – etwa in Splatoon oder Fortnite.

Gerüchte zum Gameplay: Moderne Ära ohne Jetpacks

Die Gerüchte rund um den von Sledgehammer entwickelten 2027er-Ableger gehen aber noch weiter: Demnach soll das Spiel in einer modernen, aber nicht futuristischen Ära angesiedelt sein. Auf Sci-Fi-Elemente wie Jetpacks oder Wallruns, wie man sie aus Advanced Warfare kennt, soll verzichtet werden.

Stattdessen sollen dynamisches Movement, Nahkampf-Elemente und möglicherweise sogar Kampfkunst-inspirierte Moves (etwa „Karate-Kicks“ oder „Karate-Chops“) eine stärkere Rolle spielen. Auch eine Rückkehr von vertikalen Gameplay-Elementen, etwa über das bekannte „Get High“-Feature (taktisch erhöhte Positionen), steht im Raum.

Gerade für eine Switch-2-Version wäre ein Fokus auf bewegungsreiches, aber bodenständiges Gunplay sinnvoll: Weniger Sci-Fi-Bombast bedeutet in der Regel auch weniger technische Last auf Effekte, Animationen und Partikelsysteme.

Zeitplan der Reihe: Warum konkrete Infos noch auf sich warten lassen

So konkret die Hinweise auf ein Call of Duty für Switch 2 aktuell wirken – offiziell bestätigt ist bislang nichts. Dafür spricht der Serienrhythmus eine klare Sprache: Black Ops 7 wurde erst kürzlich veröffentlicht, während für das Jahr 2026 Gerüchte um Modern Warfare 4 kursieren, das von Infinity Ward entwickelt werden soll und angeblich in Süd- und Nordkorea spielt.

Das bedeutet: Vor 2027 ist mit einem vollwertigen Sledgehammer-Ableger kaum zu rechnen. Erst wenn dieser Titel offiziell angekündigt wird, ist auch mit präzisen Aussagen zur Switch-2-Unterstützung zu rechnen. Bis dahin bleiben Stellenausschreibungen, Insider-Leaks und Branchenlogik die wichtigsten Indizien.

Warum ein Switch-Comeback für Activision strategisch sinnvoll ist

Aus geschäftlicher Sicht wäre eine Rückkehr von Call of Duty auf eine Nintendo-Plattform mehr als nur Fanservice. Die Switch erreicht traditionell eine breite Zielgruppe, darunter viele Spieler, die keine PlayStation oder Xbox besitzen. Mit einem Ableger für die Switch 2 könnte Activision:

  • Neue Zielgruppen erschließen, die bislang kaum Berührung mit der Reihe hatten
  • Den Live-Service-Charakter von Call of Duty stärken, indem mehr Plattformen ins Ökosystem einbezogen werden
  • Den im Microsoft-Nintendo-Deal zugesicherten Multiplattform-Ansatz sichtbar untermauern
  • Die eigene Marke auf einer Familien- und Hybrid-Konsole langfristig etablieren

Gerade im Hinblick auf Battle-Pass-Strukturen, kosmetische Items und langfristige Content-Pläne wäre die Switch 2 ein spannender Baustein in Activisions Strategie.

Was Nintendo-Fans jetzt erwarten dürfen

Stand heute bleiben alle Informationen zu Call of Duty auf der Switch 2 Spekulationen auf Basis von Stellenausschreibungen und Insiderberichten. Dennoch ist die Lage klarer als in den vergangenen Jahren: Der Microsoft-Nintendo-Deal, die leistungsstärkere Switch-2-Hardware und die gezielte Suche nach Entwicklern mit Switch-Erfahrung ergeben zusammen ein plausibles Gesamtbild.

Bis zur offiziellen Ankündigung dürften noch einige Monate, wenn nicht Jahre, vergehen. Für Nintendo-Fans, die seit 2013 auf einen modernen Call-of-Duty-Ableger warten, ist das aber immerhin mehr als ein vages Gerücht: Es ist das erste handfeste Zeichen dafür, dass die Reihe tatsächlich vor dem Sprung auf die Switch 2 stehen könnte.

 

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Luca ist leidenschaftlicher Gamer, Tech-Enthusiast und seit 2023 fester Bestandteil des Redakteursteams bei gamer.org. Ob aktuelle AAA-Releases, Indie-Highlights oder tiefgründige Analysen zu Game-Design – Luca liefert fundierte Inhalte mit persönlicher Note. Besonders schlägt sein Herz für Action-Adventures, Soulslikes und alles rund um kompetitives Multiplayer-Gaming. Mit einem Blick für Details und einem Gespür für Trends bringt er komplexe Themen verständlich auf den Punkt. Neben Gaming interessiert er sich für Popkultur, Storytelling und die Zukunft der Spieleindustrie. Seine Reviews und Meinungen sind ehrlich, kritisch – und immer nah an der Community.

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