Das ASUS ROG Strix X570-F Gaming ist ein ausgewogenes ATX-Mainboard für AMDs AM4-Plattform: X570-Chipsatz mit PCIe 4.0, zwei M.2-Slots, kräftige Kühlung und Aura-Sync-RGB – ohne WLAN-Aufpreis. Wir schauen uns die Ausstattung an, ordnen das Board 2026 richtig ein und fassen alle Stärken und Schwächen zusammen.
Das X570-F Gaming positioniert sich in ASUS’ Strix-Reihe als die vernünftige Mitte: mehr Ausstattung als die Einsteiger-Boards, aber ohne die Preisaufschläge der High-End-Modelle wie dem X570-E (das WLAN und 2,5-Gbit-LAN mitbringt). Wer eine solide Basis für einen Ryzen-Build sucht, landet schnell hier.
Das Wichtigste in Kürze
- Sockel / Chipsatz: AM4 / AMD X570
- Formfaktor: ATX (244 × 305 mm)
- CPU-Support: AMD Ryzen der 3000er- und 5000er-Serie (BIOS-Update beachten)
- RAM: 4× DDR4, bis 128 GB, hohe Taktraten per OC
- PCIe: PCIe 4.0, u. a. x16 (Gen4) + weitere Slots, SLI/CrossFire
- M.2: 2× M.2 (PCIe 4.0 x4 / SATA)
- Storage: 8× SATA 6 Gbit/s
- USB (Rückseite): 4× USB 3.2 Gen 1 Typ-A, 3× Gen 2 Typ-A, 1× Gen 2 Typ-C
- LAN / WLAN: Intel I211-AT (1 Gbit), kein WLAN
- Audio: SupremeFX / Realtek ALC1220 (7.1) inkl. optischem SPDIF
- RGB: Aura Sync (RGB- und adressierbare Header)
Chipsatz, Sockel und CPU-Support
Der X570-Chipsatz war der erste, der auf AM4 durchgängig PCIe 4.0 brachte – für schnelle NVMe-SSDs und moderne Grafikkarten. Das Board nimmt Ryzen-Prozessoren der 3000er- und 5000er-Serie auf; je nach Auslieferungszustand kann für die 5000er ein BIOS-Update nötig sein. Damit eignet es sich hervorragend als Basis für einen leistungsstarken Ryzen-5000-Build, etwa mit einem Ryzen 5 5600(X) oder Ryzen 7 5800X3D.

Ein Pluspunkt vieler X570-Boards ist die aktive oder gut dimensionierte Kühlung: X570 wird wärmer als spätere Chipsätze, ASUS hält Chipsatz und Spannungswandler mit üppigen Kühlkörpern aber im Zaum – gut für Stabilität und Übertaktung.
RAM, Erweiterung und Speicher
Vier DDR4-Slots fassen bis zu 128 GB und erlauben dank ASUS’ Speicher-Tuning hohe OC-Taktraten – ideal für Ryzen, der von schnellem RAM spürbar profitiert. Für Erweiterungskarten stehen mehrere PCIe-Slots bereit (der primäre x16 mit Gen4-Anbindung), SLI und CrossFire werden unterstützt.
Beim Massenspeicher ist das Board großzügig: zwei M.2-Slots (PCIe 4.0 x4, teils mit SATA-Option) plus acht SATA-Ports decken selbst umfangreiche Setups locker ab.
Anschlüsse, LAN und Sound

An der Rückseite gibt es ein solides USB-Aufgebot: 4× USB 3.2 Gen 1 Typ-A, 3× Gen 2 Typ-A und 1× Gen 2 Typ-C. Beim Netzwerk setzt ASUS auf zuverlässiges Intel I211-AT Gigabit-LAN – ein WLAN-Modul fehlt allerdings, das bleibt dem X570-E vorbehalten. Der SupremeFX-Audio-Codec (Realtek ALC1220, 7.1) inklusive optischem Ausgang liefert ordentlichen Onboard-Sound.
Für die Optik sorgt Aura Sync mit RGB- und adressierbaren Headern, dazu gibt es reichlich Lüfter-Anschlüsse für eine ausgebaute Kühlung.
Einordnung 2026: Für wen lohnt sich das X570-F noch?
Ehrlich eingeordnet: AM4 mit DDR4 ist nicht mehr die aktuelle Plattform – AM5 mit DDR5 ist der neue Standard und der Weg für zukünftige CPU-Upgrades. Das X570-F Gaming bleibt aber aus zwei Gründen attraktiv:
- Preis-Leistung für Ryzen-5000-Builds: In Kombination mit einer starken, aber günstig gewordenen CPU wie dem Ryzen 7 5800X3D ergibt sich ein sehr gutes Gaming-System – oft deutlich billiger als ein vergleichbarer AM5-Neubau.
- Upgrade bestehender Systeme: Wer schon DDR4 und AM4-Komponenten hat, holt mit dem Board plus einer 5000er-CPU noch einmal ordentlich Leistung heraus.
Wer dagegen maximale Zukunftssicherheit, DDR5 und einen Upgrade-Pfad auf kommende Ryzen-Generationen will, sollte gleich zu AM5 greifen.

Häufige Fragen zum ASUS ROG Strix X570-F Gaming
Welche CPUs unterstützt das X570-F Gaming?
AMD Ryzen der 3000er- und 5000er-Serie auf AM4. Für die 5000er kann je nach BIOS-Stand ein Update nötig sein.
Hat das Board WLAN?
Nein. Das X570-F Gaming setzt auf Intel-Gigabit-LAN, WLAN bietet erst das X570-E Gaming.
Unterstützt es PCIe 4.0?
Ja, dank X570-Chipsatz – für schnelle NVMe-SSDs und aktuelle Grafikkarten.
Wie viele M.2-Slots hat es?
Zwei M.2-Slots mit PCIe-4.0-x4-Anbindung.