Wer bei einem neuen Assassin’s Creed-Spiel automatisch an Open-World, Stealth-Kills und Parkour über Dächer denkt, liegt dieses Mal daneben – gespielt wird zwar, aber nicht am Bildschirm. Statt eines Videospiels steht ein aufwendig gestaltetes Kartenset für den Spieltisch kurz vor dem Release. Die Assassin’s Creed Legacy Version II Playing Cards verbinden klassisches Kartenspiel mit hochwertigem Fan-Merch und zeigen, wie breit Ubisoft seine Meuchelmörder-Marke inzwischen aufstellt.
Von der Konsole auf den Spieltisch: Assassin’s Creed als Kartenspiel
Ubisoft treibt seit Jahren eine klare Strategie voran: Assassin’s Creed soll weit mehr sein als nur eine Reihe von Videospielen. Comics, Romane, Artbooks, Animationsprojekte und sogar Crossover-Produkte wie Magic: The Gathering – Assassin’s Creed haben die Marke im Merchandise- und Sammlermarkt fest verankert.
In diese Richtung zielt auch die Zusammenarbeit mit dem in Hongkong ansässigen Studio Room One Cards. Das Unternehmen hat sich auf ästhetisch gestaltete Premium-Kartenspiele spezialisiert, die sich sowohl zum Spielen als auch zum Sammeln eignen. Die erste Assassin’s Creed Legacy-Serie war bereits so gefragt, dass viele Produkte im Shop inzwischen als ausverkauft gelistet sind – ein klares Indiz für kaufkräftige Nachfrage aus der Fanbase.
Assassin’s Creed Legacy Version II: Was hinter dem neuen Kartenset steckt
Mit der zweiten Version der Assassin’s Creed Legacy-Spielkarten geht Room One Cards den nächsten Schritt. Angestoßen wurde das Projekt über eine Kickstarter-Kampagne, die bereits vor Ablauf erfolgreich finanziert wurde. Über den Twitter-Account der bekannten Fan-Webseite Access The Animus wurden Trailer und Infos verbreitet, die schnell in der Community die Runde machten.
Der offizielle Trailer (Laufzeit rund 2:38 Minuten) zeigt, wohin die Reise geht: Statt „nur“ bedruckter Karten erwarten euch mehrere unterschiedliche Editionen mit jeweils eigenen Design-Schwerpunkten, Farben, Symboliken und Anspielungen auf die Spiele der Reihe – vom klassischen Adler-Symbol bis hin zu ikonischen Assassinen und Templern.
Design-Highlights und Besonderheiten
- Aufwendige Verpackungen: Einige Decks verfügen über Verpackungen mit ausfahrbaren Klingen auf der Rückseite – eine klare Anspielung auf die ikonische Versteckte Klinge der Assassinen.
- Edle Oberflächen: Ausgewählte Karten sind mit einer rot glänzenden Beschichtung oder Metallic-Elementen versehen, die Lichtreflexe und Farbkontraste betonen.
- Mehrere Editionen: Die Legacy Version II besteht aus verschiedenen Deck-Varianten, jede mit eigenen grafischen Motiven, Sammler-Schwerpunkten und teilweise limitierten Auflagen.
Damit sind die Assassin’s Creed Legacy-Karten weit mehr als das übliche Standard-52-Karten-Deck: Sie funktionieren als vollwertiges Kartenspiel, sind aber durch Artworks, Veredelungen und Verpackung vor allem als Sammlerstücke konzipiert.
Kampagne auf Kickstarter: Laufzeit, Status und Lieferung
Finanziert wird die neue Kartenspielreihe über eine Kickstarter-Kampagne, die noch bis zum 4. Dezember läuft. Zum Zeitpunkt der Berichterstattung ist das Finanzierungsziel bereits erreicht, das Projekt gilt damit als gesichert – weitere Unterstützerinnen und Unterstützer tragen hauptsächlich zu Stretch Goals, zusätzlichen Varianten oder Veredelungen bei.
Laut Kickstarter-Unterlagen ist der geplante Lieferzeitraum für die neuen Kartendecks Januar 2026. Unterstützer verschiedener Editionen sollen also relativ zeitnah nach Kampagnenende beliefert werden, sofern Produktion und Logistik planmäßig verlaufen – wie immer bei Crowdfunding-Projekten sind kleine Verzögerungen allerdings nicht ausgeschlossen.
In Fan-Kommentaren, etwa von Twitter-Nutzer Brian Wheeler, wird besonders die Qualität der ersten Legacy-Serie hervorgehoben: Wer sich damals ein Set gesichert hat, beschreibt die Karten als „wirklich gut gemacht“ und empfiehlt die neuen Decks entsprechend weiter. Das spricht für eine solide Basis, auf der Version II aufbauen kann.
Für wen lohnt sich der Griff zu den Assassin’s Creed-Karten?
Die neuen Legacy-Decks richten sich nicht an jede Spielerin und jeden Spieler gleichermaßen. Sie sind ein Nischenprodukt, das mehrere Zielgruppen gleichzeitig anspricht:
- Hardcore-Assassin’s Creed-Fans: Wer die Serie seit Jahren verfolgt, Artbooks besitzt und Collectibles sammelt, findet hier ein weiteres, stilvolles Stück für Vitrine oder Schreibtisch.
- Kartenspielliebhaber: Spielende, die klassische Kartenspiele mögen, aber Wert auf Premium-Design legen, bekommen funktionale Decks, die gleichzeitig optisch herausstechen.
- Merch-Sammler: Für Sammlerinnen und Sammler hochwertiger Gaming-Merchandise sind limitierte Kartendecks oft gefragte Objekte, nicht zuletzt wegen möglicher Wertsteigerung.
| Geeignet für | Eher nicht geeignet für |
|---|---|
| AC-Fans, die ihre Sammlung erweitern wollen | Spieler, die ein „neues Assassin’s Creed-Spiel“ im Videospiel-Sinne erwarten |
| Kartenspiel- und Design-Enthusiasten | Gamer, die kein Interesse an analogen Spielen oder Merchandise haben |
| Backer, die Crowdfunding-Projekte unterstützen möchten | Fans, die ungeduldig sind und sofort spielbare Inhalte ohne Wartezeit wollen |
Wichtig ist die Erwartungshaltung: Es handelt sich nicht um ein neues Videospiel, sondern um ein Fan-Produkt rund um die Marke. Wer das im Hinterkopf behält, kann besser einschätzen, ob sich eine Unterstützung der Kampagne lohnt.
Markteinordnung: Assassin’s Creed als Multimedia- und Merch-Marke
Das Projekt zeigt beispielhaft, wie konsequent Ubisoft Assassin’s Creed inzwischen als Multimedia-IP denkt. Neben AAA-Releases wie Assassin’s Creed Shadows entstehen:
- Comics und Mangas wie Assassin’s Creed: Dynasty,
- Romane und Lore-Bücher,
- Brett- und Kartenspiele,
- Kooperationen mit bekannten Marken (z. B. Magic: The Gathering).
Für den Markt bedeutet das: Die Grenze zwischen digitalem Spiel und physischem Gaming-Produkt verschwimmt zunehmend. Fans verbringen nicht mehr nur Zeit im Spiel selbst, sondern auch mit Begleitmedien und Merchandise – sei es zur Sammlung, als Deko oder für analoge Spielrunden.
Für Ubisoft ist das wirtschaftlich attraktiv: Hochwertige, limitierte Produkte wie Legacy-Kartendecks können trotz vergleichsweise kleiner Zielgruppe profitabel sein, insbesondere wenn die Produktionsqualität überzeugt und der Sammlerwert steigt.
Tipps für interessierte Fans: Worauf ihr bei der Kampagne achten solltet
Falls ihr mit dem Gedanken spielt, bei den Assassin’s Creed Legacy Version II Playing Cards einzusteigen, lohnt ein Blick auf einige Punkte:
- Edition genau checken: Die Kampagne umfasst mehrere Varianten mit unterschiedlichen Extras. Prüft vorab, welche Motive, Veredelungen und Stretch Goals euch wirklich wichtig sind.
- Versandkosten einkalkulieren: Gerade bei internationalen Projekten können Shipping- und Zollkosten ins Gewicht fallen.
- Lieferzeit realistisch sehen: Januar 2026 ist der Zielzeitraum, aber kleinere Verzögerungen sind bei physischen Kickstarter-Projekten keine Seltenheit.
- Zweitmarkt im Blick behalten: Wer unsicher ist, kann abwarten, ob nach Auslieferung Restbestände in Shops landen – allerdings häufig zu höheren Preisen.
Wer schon jetzt sicher weiß, dass die Karten ein Must-have sind, fährt mit einem rechtzeitig gesicherten Kickstarter-Pledge meist am besten.